Wertschätzung: Warum wir sie wollen, aber selber selten geben

Perfectly Human · Staffel 1 · Folge 02

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· 25 Min.

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Die meisten Menschen wünschen sich mehr Wertschätzung in ihren Beziehungen. Dieselben Menschen sprechen Wertschätzung selbst kaum aus, obwohl sie sie empfinden.

Warum das kein Widerspruch, sondern ein psychologisches Muster ist, und was passiert, wenn du anfängst, es zu durchbrechen. Darum geht es heute.

Fast jeder Mensch kennt dieses Gefühl: Ich gebe viel, und trotzdem wird es irgendwann einfach erwartet. Die Wertschätzung fehlt. Im Job, in der Partnerschaft, in Freundschaften.

Gleichzeitig: Wenn dieselben Menschen gefragt werden, wann sie zuletzt aktiv Wertschätzung gezeigt haben, wird es oft still. Nicht weil sie keine Wertschätzung empfinden. Sondern weil sie sie nicht aussprechen. Wertschätzung, die im Kopf bleibt, existiert für den anderen nicht.

Das liegt nicht an Gleichgültigkeit, sondern an zwei psychologischen Mechanismen: dem Negativity Bias und Gewöhnung. Diese Episode dreht die Perspektive um. Nicht wie du mehr Anerkennung bekommst, sondern was passiert, wenn du anfängst, sie aktiver zu geben.

Kleiner Hinweis zur Aufnahme: Bei dieser Episode hatte ich einen Fehler bei den Mikrofoneinstellungen (typischer Anfängerfehler…) und musste Teile neu aufnehmen. Es kann sein, dass manche Laute an der einen oder anderen Stelle etwas anders klingen.

  • Warum Wertschätzung in Beziehungen, Partnerschaft und Alltag mehr ist als eine nette Geste
  • Weshalb unser Gehirn Positives systematisch übersieht, und warum das kein Charakterfehler ist
  • Was bei dir selbst passiert, wenn du Wertschätzung aktiv gibst, nicht nur beim anderen
  • Den Unterschied zwischen Lob und echter Wertschätzung, und wie konkrete Anerkennung klingt
  1. 0:00Intro
  2. 0:39Warum Wertschätzung mehr ist als ein nettes Extra
  3. 8:03Warum Wertschätzung im Alltag so oft fehlt
  4. 14:16Was bei uns passiert, wenn wir Wertschätzung aktiv geben
  5. 18:01Wie Wertschätzung konkret aussehen kann
  6. 21:35Zusammenfassung
  7. 23:51Reflexion
  8. 25:01Abschluss
Wir wünschen uns alle Wertschätzung. Und sprechen sie viel seltener aus als wir sie empfinden.

Ich habe lange geglaubt, Wertschätzung müsse spontan entstehen. Heute denke ich, dass sie oft eine bewusste Entscheidung ist.

Wofür würdest du dich selbst gerne mehr wertgeschätzt fühlen? Ist es etwas, das du regelmäßig tust, das aber selten wirklich gesehen wird?

Quellen anzeigen

Need to Belong
Baumeister, R. F. & Leary, M. R. (1995). The need to belong: Desire for interpersonal attachments as a fundamental human motivation. Psychological Bulletin, 117(3), 497–529.

Soziometer-Theorie
Leary, M. R., Tambor, E. S., Terdal, S. K. & Downs, D. L. (1995). Self-esteem as an interpersonal monitor: The sociometer hypothesis. Journal of Personality and Social Psychology, 68(3), 518–530.

Broaden-and-Build Theory
Fredrickson, B. L. (2001). The role of positive emotions in positive psychology: The broaden-and-build theory of positive emotions. American Psychologist, 56(3), 218–226.

Negativity Bias
Baumeister, R. F., Bratslavsky, E., Finkenauer, C. & Vohs, K. D. (2001). Bad is stronger than good. Review of General Psychology, 5(4), 323–370.

Reziprozitätsnorm
Gouldner, A. W. (1960). The norm of reciprocity: A preliminary statement. American Sociological Review, 25(2), 161–178.

Psychologische Gespräche

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