Psychologische Unterstützung bei dem, was Sie belastet

Online-Gespräche mit einer Psychologin, um zu verstehen, was dahintersteckt,
Muster zu erkennen und einen eigenen Umgang damit zu finden

Das Wichtigste in Kürze

Psychologisch fundiert

Sie sprechen über Ihr Anliegen mit einer promovierten Psychologin, die mit psychologischem Fachwissen und wissenschaftlich fundierten Methoden arbeitet.

Offen sprechen können

Ich schaffe einen Rahmen, in dem Sie offen sprechen können: aufmerksam, empathisch und ohne zu bewerten. Sie bestimmen, was zur Sprache kommt.

Verstehen, was dahintersteckt

Wer versteht, wie eine Situation entstanden ist, kann besser mit ihr umgehen. Deshalb schauen wir auf Zusammenhänge und wiederkehrende Muster. Das schafft Klarheit und Raum für Veränderung.

Entlasten und vorbeugen

In einer belastenden Phase arbeiten wir an Entlastung. Ohne akuten Anlass geht es darum, Ihre psychische Gesundheit präventiv zu stärken.

Zwischen den Sitzungen

Nach den Sitzungen schreibe ich Ihnen in der Regel eine E-Mail mit den Kernpunkten aus unserem Gespräch und, wenn es passt, einer Übung oder Fragen zum Weiterdenken. So geht die Arbeit auch zwischen den Sitzungen weiter.

Auch ohne klares Anliegen

Sie müssen nicht wissen, wo Sie anfangen sollen. Es genügt das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, oder der Wunsch, etwas anzugehen. Alles Weitere sortieren wir gemeinsam.

Wenn Sie gemeinsam mit einer Psychologin an Ihrem Anliegen arbeiten möchten, ist ein kostenfreies Erstgespräch der erste Schritt

Mit einer Psychologin sprechen: Was in den Sitzungen passiert

Manchmal ist eine Situation einfach schwer: eine Trennung, ein beruflicher Einschnitt oder eine Phase, in der zu vieles gleichzeitig zusammenkommt. Unter starker Belastung verengt sich die Aufmerksamkeit, Gedanken kreisen um dieselben Fragen, und es fällt schwerer, Möglichkeiten zu sehen, die eigentlich da wären. Manchmal wiederholt sich auch etwas, etwa derselbe Streit oder dieselbe Erschöpfung, ohne dass klar ist, warum.

In den Sitzungen geht es um Ihre Anliegen und um das, was Sie belastet. Wir arbeiten daran, Entlastung zu schaffen und einen besseren Umgang mit Ihrer Situation zu finden. Dazu gehört oft auch, zu verstehen, wie es dazu gekommen ist und ob Muster dahinterliegen, die sich wiederholen. Nicht immer gibt es einen akuten Anlass: Manche nutzen die Sitzungen präventiv, um sich weiterzuentwickeln und ihre psychische Gesundheit und Stabilität langfristig zu erhalten.

Ein psychologisches Gespräch ist mehr als ein gutes Gespräch unter Vertrauten. In den Einzelgesprächen per Video richte ich meine volle Aufmerksamkeit auf Sie und arbeite mit erprobten Techniken der Gesprächsführung: Ich fasse zusammen, spiegle, was ich wahrnehme, und stelle gezielte Fragen, die zum Kern Ihres Anliegens führen. Mit psychologischem Fachwissen und dem Blick von außen ordne ich ein, was Sie erleben, und benenne Zusammenhänge, die sich von innen oft schwer erkennen lassen.

Manchmal reichen dafür wenige Gespräche, manchmal begleite ich Sie über einen längeren Zeitraum. Das richtet sich nach Ihren Bedürfnissen und Wünschen.

Mit welchen Anliegen Menschen zu mir kommen

Menschen kommen mit sehr unterschiedlichen Anliegen zu mir: mit einer konkreten Frage, in einer schwierigen Lebensphase, präventiv oder mit dem Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt. Häufige Anlässe sind:

Stress, Erschöpfung und innere Unruhe

Wenn vieles gleichzeitig zusammenkommt und Ihre Kraft dafür kaum noch ausreicht, auch wenn Sie nach außen weiter funktionieren. Wenn Sie schwer zur Ruhe kommen, sich auch nach freien Tagen nicht erholt fühlen oder Ihnen der Antrieb fehlt. Oft hängt das mit dem Beruf, der Familie oder der Partnerschaft zusammen. Wir sortieren, welche Anforderungen zusammenkommen und was Sie besonders beansprucht, und schauen, wo Entlastung möglich ist.

Schwierige Lebensphasen und Krisen

Wenn ein Einschnitt wie eine Trennung, ein Verlust oder eine Erkrankung in der Familie Sie aus dem Gleichgewicht bringt. Oder wenn eine Krise eher von innen kommt: wenn Ihnen der Sinn oder die Freude an Dingen abhandengekommen ist, die Ihnen früher wichtig waren, und Sie nicht genau wissen, warum. Wir klären, was jetzt am dringendsten ist, und schauen, was Ihnen hilft, wieder Halt und Balance zu finden.

Beziehungen und wiederkehrende Konflikte

Wenn sich Streit in Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder Beruf immer wieder gleich anfühlt oder Sie sich in einer Beziehung nicht verstanden fühlen. Wir schauen auf das, was zwischen Ihnen und anderen geschieht, und auf Ihren Anteil daran. Beziehungen gehören zu den wichtigsten Bereichen unseres Lebens. Ich habe mehrere Jahre zu Kommunikation geforscht und setze mich in meinem Podcast Perfectly Human intensiv damit auseinander, wie wir Beziehungen verstehen und gestalten.

Beruf, Rolle und Verantwortung

Wenn Ihnen die Arbeit über den Kopf wächst, Verantwortung schwer wiegt, Erwartungen unklar oder widersprüchlich sind oder Sie in einer neuen Rolle erst Ihren Platz finden. Wir betrachten Ihre Situation, klären, welchen Handlungsspielraum Sie haben, und überlegen, was Sie tragen möchten und wo Ihre Grenzen liegen. Dabei hilft mir meine Erfahrung aus der Eignungsdiagnostik, der Forschung zu Teams und der Personalauswahl.

Elternschaft

Elternschaft gehört zu den schönsten und zugleich herausforderndsten Lebensphasen. Prioritäten, Beziehungen und das eigene Selbstverständnis verschieben sich, und oft bleibt kaum Zeit für Sie selbst. Wir ordnen, was sich verändert hat, und schauen, was Ihnen in dieser Phase wichtig ist und was Sie entlastet. Als Mutter kenne ich solche Verschiebungen auch aus eigener Erfahrung.

Selbstzweifel und innerer Druck

Wenn die eigenen Ansprüche zur Last werden, Sie an sich zweifeln, obwohl andere Ihnen viel zutrauen, oder eine innere Stimme Sie ständig antreibt. Manchmal stehen dann weniger äußere Umstände im Weg als die Art, wie wir mit uns selbst umgehen. Wir gehen der Frage nach, woher der Druck kommt und welche Erwartungen dahinterstehen, Ihre eigenen und die anderer, und schauen, wie ein freundlicherer Umgang mit sich selbst aussehen kann.

Entscheidungen, Umbrüche und Neuorientierung

Wenn eine Entscheidung ansteht und sich trotz langen Nachdenkens nicht klären lässt, oder wenn sich beruflich oder privat so vieles verändert, dass es überwältigend wirkt und der klare Blick fehlt. Wir sortieren die Möglichkeiten und arbeiten heraus, woran Sie Ihre Entscheidung messen. Dabei geht es oft auch darum, sich selbst besser zu verstehen: was Sie wirklich wollen und was Ihnen Orientierung gibt.

Psychische Gesundheit erhalten und sich weiterentwickeln

Wenn es Ihnen grundsätzlich gut geht und Sie präventiv auf Ihre psychische Gesundheit achten oder sich persönlich weiterentwickeln möchten. Wir schauen auf das, was Ihnen Kraft gibt, und auf das, was Sie stärken oder verändern möchten.

Ihr Anliegen ist hier nicht genannt, oder Sie haben eher ein diffuses Gefühl als ein klares Anliegen? Auch dann sind Sie willkommen. Meiner Erfahrung nach bewirken die Gespräche oft mehr als die Lösung eines einzelnen Problems: Weil ich den ganzen Menschen mit seinem Umfeld in den Blick nehme, wirkt das, was in einem Bereich klarer wird, häufig auch in andere Lebensbereiche hinein.

Nicht geeignet ist psychologische Unterstützung bei einer psychischen Erkrankung oder Störung. Dann ist eine Psychotherapie der richtige Weg, und ich sage Ihnen das offen. Mehr dazu lesen Sie in den häufigen Fragen.

Wie ich als Psychologin arbeite

Jede Begleitung ist ein individueller Prozess. Damit Sie sich trotzdem ein Bild machen können, beschreibe ich hier einige Kernaspekte meiner Arbeitsweise. Sie beruht auf psychologischem Fachwissen und wissenschaftlich fundierten Methoden.

Ein Rahmen, in dem Sie offen sprechen können

Grundlage ist der personenzentrierte Ansatz nach Carl Rogers. Er geht davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeit hat, sich selbst zu verstehen und eigene Lösungen zu entwickeln, wenn er sich verstanden und angenommen fühlt. Ich höre deshalb genau zu, fasse zusammen und spiegle, was ich verstehe, ohne zu bewerten. So entsteht Vertrauen, und Sie können auch über Dinge sprechen, die Ihnen schwerfallen. Sie bestimmen das Tempo und was zur Sprache kommt.

Struktur, wenn vieles durcheinandergeht

Aus der entscheidungsorientierten Gesprächsführung nach Westhoff und Kluck nutze ich gezielte Fragen: Was genau ist passiert? Wie haben Sie reagiert, und was folgte daraus? So werden Situationen konkret statt diffus, und komplexe Anliegen werden überschaubar. Mit dieser Methode habe ich mehrere Jahre in psychologischen Auswahlverfahren gearbeitet.

Sie, Ihre Beziehungen und Ihr Umfeld

Meine Arbeitsweise ist humanistisch und systemisch. Humanistisch heißt: Ich sehe Sie als ganze Person, mit Ihren Gedanken, Gefühlen und Ressourcen, und traue Ihnen zu, sich weiterzuentwickeln. Systemisch heißt: Ich sehe Sie zugleich als Teil Ihrer Beziehungen, Rollen und Lebensumstände, denn Belastung entsteht selten in einem Menschen allein. Deshalb schauen wir auf beides: auf das, was in Ihnen geschieht, und auf das, was zwischen Ihnen und anderen geschieht.

Nach der Sitzung

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, Ihnen nach jeder Sitzung eine E-Mail zu schreiben: mit den Kernpunkten aus unserem Gespräch und, wenn es passt, einer Übung oder Fragen und Gedanken, die zum Weiterdenken anregen. So können Sie nachlesen, was wir besprochen haben, und die Arbeit geht auch zwischen den Sitzungen weiter.

Wie die Zusammenarbeit organisatorisch abläuft, vom Erstgespräch bis zur letzten Sitzung, beschreibe ich ausführlich unter Zusammenarbeit & Prozess

Häufige Fragen zur psychologischen Unterstützung

Wann ist psychologische Unterstützung sinnvoll?

Psychologische Unterstützung ist sinnvoll, wenn Sie etwas belastet oder beschäftigt: bei Stress, Erschöpfung und innerer Unruhe, bei Konflikten in Partnerschaft, Familie oder Beruf, in schwierigen Lebensphasen und Krisen, bei Selbstzweifeln und innerem Druck, bei Fragen rund um Beruf, Rolle und Elternschaft oder bei Entscheidungen, die sich nicht klären lassen. Ebenso, wenn Sie präventiv auf Ihre psychische Gesundheit achten oder sich persönlich weiterentwickeln möchten.

Wenn Sie sich in einer akuten Krise befinden, finden Sie rund um die Uhr kostenfreie und anonyme Unterstützung bei der Telefonseelsorge (telefonseelsorge.de). In einer Notsituation wählen Sie den Notruf 112.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte?

Ich unterstütze Menschen bei ganz unterschiedlichen Anliegen. Drei Bereiche bilden dabei Schwerpunkte, weil ich dort besonders viel Erfahrung mitbringe. Sie berühren große Lebensbereiche, aus denen viele Belastungen entstehen:

  • Beziehungen und Kommunikation: Wie Menschen miteinander kommunizieren, habe ich in meiner Promotion an der Freien Universität Berlin erforscht. In meinem Podcast Perfectly Human setze ich mich damit auseinander, wie wir Beziehungen verstehen und gestalten. Das hilft mir, auch feine Dynamiken zwischen Menschen wahrzunehmen und einzuordnen, ob in der Partnerschaft, in der Familie oder im Beruf.
  • Beruf, Rolle und Verantwortung: Mehrere Jahre habe ich am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt psychologische Eignungsuntersuchungen mit Piloten und Flugingenieuren durchgeführt und ein Forschungsprojekt zu sozialer Interaktion und Teamzusammensetzung geleitet. Zuvor habe ich bei Auswahlverfahren für Führungskräfte und in Personalprojekten mitgearbeitet. Ich kenne daher die Anforderungen von Rollen mit hoher Verantwortung gut, ebenso die Frage, wie Menschen und Aufgaben zueinander passen.
  • Elternschaft und veränderte Lebensphasen: Als Mutter weiß ich aus eigener Erfahrung, wie sehr sich Prioritäten, Rollen und Beziehungen in dieser Phase verschieben und wie viel Kraft das kosten kann.

Bei anderen Anliegen unterstütze ich Sie selbstverständlich ebenso. Mehr über meinen Werdegang lesen Sie auf der Seite Über mich.

Brauche ich schon ein klares Anliegen?

Nein. Viele kommen mit einem konkreten Anliegen, etwa einem Konflikt, einer Entscheidung oder einer belastenden Situation. Andere möchten präventiv an ihrer psychischen Gesundheit arbeiten oder spüren einfach, dass etwas nicht stimmt, zum Beispiel weil die Lebensfreude fehlt. Beides ist ein guter Ausgangspunkt.

Manchmal verändert sich ein Anliegen auch im Lauf der Zusammenarbeit, wenn deutlich wird, dass hinter dem ursprünglichen Thema noch etwas anderes liegt.

Wie viele Sitzungen braucht es, bis sich etwas verändert?

Das ist sehr individuell. Meiner Erfahrung nach ordnet sich aber oft schon nach wenigen Sitzungen etwas: Die Dinge sind ausgesprochen, im Kopf etwas sortierter, und es entsteht mehr Klarheit. Wie oft und wie lange wir zusammenarbeiten, entscheiden am Ende Sie. Mehr dazu unter Zusammenarbeit & Prozess.

Was kostet psychologische Unterstützung, und zahlt die Krankenkasse?

Sitzungen im Rahmen einer psychologischen Unterstützung sind keine Kassenleistung und werden privat bezahlt. Es wird keine Diagnose gestellt und nichts über die Krankenkasse abgerechnet. Eine Sitzung von 45 Minuten kostet 100 Euro. Das Erstgespräch ist kostenfrei.

Erfährt jemand davon, dass ich zu Ihnen komme?

Nein. Was Sie in den Sitzungen erzählen, bleibt vertraulich. Auch dass Sie mit mir zusammenarbeiten, gebe ich nicht an andere weiter, weder an Angehörige noch an Arbeitgeber oder Krankenkassen. Ausnahmen gibt es nur, wenn das Gesetz es verlangt oder erlaubt, etwa wenn Leben in Gefahr ist.

Wenn Ihr Arbeitgeber die Sitzungen bezahlt, weiß er, dass Sitzungen stattfinden. Was Sie darin besprechen, erfährt er nicht. Wie ich mit Ihren Daten umgehe, lesen Sie in der Datenschutzerklärung.

Arbeiten Sie auch mit Paaren, Familien oder Teams?

Nein. In den Sitzungen arbeite ich mit Ihnen als einzelner Person, nicht mit mehreren Personen gleichzeitig. Beziehungen und Kommunikation sind dabei oft ein zentrales Thema und gehören zu meinen Schwerpunkten, ob in der Partnerschaft, in der Familie oder im Beruf. Wir schauen darauf, was zwischen Ihnen und anderen geschieht und welchen Spielraum Sie darin haben.

Ich überlege, eine Therapie zu machen. Ist psychologische Unterstützung das Richtige für mich?

Das hängt davon ab, was hinter Ihrem Wunsch steht. Viele Menschen, die an eine Therapie denken, möchten vor allem mit einer Fachperson über das sprechen, was sie belastet: über Stress, Konflikte, eine schwierige Lebensphase oder Fragen, die sie nicht loslassen. Genau dafür ist psychologische Unterstützung gedacht.

Wenn Sie dagegen den Eindruck haben, dass eine psychische Erkrankung dahinterstehen könnte, etwa weil Niedergeschlagenheit, Ängste oder andere Beschwerden über längere Zeit anhalten und Ihren Alltag stark beeinträchtigen, ist eine Psychotherapie der richtige Weg. Dann wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt oder an eine psychotherapeutische Praxis.

Wenn Sie unsicher sind, klären wir im kostenfreien Erstgespräch gemeinsam, was zu Ihrem Anliegen passt. Zeigt sich, dass eine Psychotherapie sinnvoller ist, sage ich Ihnen das offen.

Was unterscheidet psychologische Unterstützung von Psychotherapie?

Der wichtigste Unterschied liegt im Anliegen. Psychotherapie behandelt psychische Erkrankungen und Störungen. Sie ist angezeigt, wenn eine solche Erkrankung vorliegt, und wird von approbierten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten durchgeführt.

Eine psychologische Unterstützung richtet sich an Menschen ohne psychische Erkrankung. Das heißt nicht, dass ihre Belastung gering ist: Viele, mit denen ich arbeite, stehen unter starkem Druck, der auch ihren Alltag beeinträchtigt. Die Gespräche sind fundiert und gehen in die Tiefe. Ich stelle aber keine Diagnosen und „behandle“ keine Erkrankung, und auch der Ablauf ist anders aufgebaut als in einer Psychotherapie.

Wenn sich zeigt, dass eine Psychotherapie der bessere Weg ist, sage ich Ihnen das offen. Psychologische Unterstützung ersetzt keine Psychotherapie und keine medizinische Behandlung. Bei einer psychischen Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine psychotherapeutische oder ärztliche Fachperson.

Was unterscheidet psychologische Unterstützung von Coaching?

Coaching ist kein geschützter Begriff und setzt keine bestimmte Ausbildung voraus. Meist richtet es sich auf Ziele und Leistung: etwas erreichen, wirksamer werden.

Eine psychologische Unterstützung beruht auf einem Psychologiestudium und psychologischer Fachkenntnis, und sie geht in der Regel tiefer. Im Mittelpunkt stehen Ihr Erleben und Ihre psychische Gesundheit. Wir schauen nicht nur darauf, was Sie erreichen möchten, sondern auch darauf, was Sie belastet, woher wiederkehrende Muster kommen und wie Gedanken, Gefühle und Beziehungen zusammenwirken.

Persönliche Weiterentwicklung kann dabei ebenso Thema sein, etwa wenn wir mit Ihren Stärken und Ressourcen arbeiten. Und die Arbeit kann präventiv sein: um psychische Gesundheit zu erhalten, bevor sich Belastung festsetzt. Man kann sich psychologische Unterstützung daher ein Stück weit zwischen Coaching und Psychotherapie vorstellen: fundierter und tiefer gehend als ein Coaching, aber ohne Diagnose und ohne Behandlung einer Erkrankung.

Ist psychologische Unterstützung dasselbe wie psychologische Beratung?

Beides beruht auf Psychologie, der Schwerpunkt ist aber ein anderer. In einer psychologischen Beratung stehen häufig Einschätzungen und Empfehlungen im Vordergrund: was in einer bestimmten Situation oft hilft oder was sich bei anderen bewährt hat. Das kann sehr hilfreich sein, bleibt aber meist etwas allgemeiner.

In meinen Sitzungen gebe ich bewusst keine fertigen Empfehlungen. Wir steigen tiefer in Ihre individuelle Situation ein, und Sie entwickeln eigene Erkenntnisse. Eine Lösung, die Sie selbst verstanden und erarbeitet haben, passt in der Regel besser zu Ihrem Leben, Ihren Werten und Ihren Beziehungen, und Veränderungen sind dann oft nachhaltiger. Dabei unterstütze ich Sie mit gezielten Fragen und psychologischer Einordnung.

Was bedeuten humanistisch, systemisch und wissenschaftlich fundiert?

Humanistisch
Der humanistische Ansatz stellt den Menschen mit seinem Erleben in den Mittelpunkt. Er geht davon aus, dass Menschen sich selbst verstehen und verändern können, wenn sie dafür einen geeigneten Rahmen haben. In den Sitzungen bedeutet das: Wertschätzung, Empathie und Echtheit schaffen den Raum, in dem Sie offen sprechen können, ohne bewertet zu werden. Dazu gehört auch, auf Ressourcen zu achten: auf Stärken, Erfahrungen und Unterstützung, die bereits da sind.

Systemisch
Systemisches Denken betrachtet einen Menschen nie isoliert, sondern im Zusammenhang seiner Beziehungen, Rollen und Umfelder. Verhalten wird als Teil eines größeren Zusammenhangs verstanden, privat, beruflich oder gesellschaftlich. In den Sitzungen hilft das, Wechselwirkungen zu erkennen und Handlungsspielräume zu finden, ohne vorschnell nach richtigen oder falschen Lösungen zu suchen.

Wissenschaftlich fundiert
Wissenschaftlich fundiert heißt, dass die Vorgehensweise auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht, nicht auf Intuition oder Trends. Forschungsergebnisse, bewährte Methoden und fachliche Erfahrung werden mit Ihrem Anliegen verbunden. So bleibt nachvollziehbar, warum wir wie vorgehen.

Was ist der personenzentrierte Ansatz nach Carl Rogers?

Der personenzentrierte Ansatz wurde von dem amerikanischen Psychologen Carl R. Rogers (1951) entwickelt und gilt als Grundlage der humanistischen Psychologie. In der Psychotherapie ist er als Gesprächspsychotherapie bekannt. Ich nutze seine Haltung und Gesprächstechniken außerhalb eines therapeutischen Rahmens. Er geht davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeit besitzt, sich selbst zu verstehen und zu verändern, wenn er dafür einen passenden Rahmen erlebt.

Dieser Rahmen ist geprägt von drei Kernbedingungen: Empathie, also dem einfühlenden Verstehen der inneren Welt des Gegenübers; bedingungsfreier Wertschätzung, der respektvollen Annahme ohne Urteil; und Kongruenz, der Echtheit und Transparenz der begleitenden Person. Diese Haltungen schaffen Vertrauen und ermöglichen es, sich selbst genauer zu betrachten.

In meinen Sitzungen bildet der personenzentrierte Ansatz die Grundlage jeder Sitzung. Aktives Zuhören und gezieltes Spiegeln helfen, Gedanken, Gefühle und Werte zu ordnen. Verstehen entsteht dabei nicht durch Analyse von außen, sondern aus Ihnen selbst heraus.

Was ist die entscheidungsorientierte Gesprächsführung nach Westhoff und Kluck?

Die entscheidungsorientierte Gesprächsführung wurde von Karl Westhoff und Annelie Kluck entwickelt (Gesprächsführung. Verhaltenstheoretisch fundiert, entscheidungsorientiert, Springer 2014). Sie ist ein strukturierter, psychologisch-methodischer Ansatz, der auf Entscheidungspsychologie und diagnostischer Gesprächsführung beruht. Ziel ist, Entscheidungen nachvollziehbar, überprüfbar und selbstverantwortlich zu gestalten.

Das Vorgehen folgt einem klaren Ablauf: Informationen werden systematisch erfragt, Verhaltensbeispiele und Situationen präzise beschrieben, Alternativen reflektiert und Ergebnisse gemeinsam eingeordnet. Die Gesprächsführung lenkt nicht, sondern macht Entscheidungsprozesse transparent.

In den Sitzungen nutze ich diese Methodik, um komplexe Themen strukturiert zu bearbeiten. Gezielte Fragen zur Situation, zum eigenen Verhalten und zu den Folgen machen sichtbar, welche Wege offenstehen.

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